Kein Licht ohne Dunkelheit – der vergebliche Kampf

Die Spaltung in der Gesellschaft wird immer offensichtlicher.

Und natürlich ist es das Impfthema, an dem sich die Spaltung (Wir gegen die anderen) exemplarisch zeigt. Jedoch ist sie nur der aktuelle Höhepunkt der uralten und traumatischen Erfahrung der Teilung, die schon immer in uns und um uns herum vorhanden war.

Einer der wichtigsten Sätze, die jemand mal zu mir gesagt hat, ist dieser:

 

Nichts auf dieser Welt, keine Energien, keine Umstände und Menschen sind in der Lage dein Wesen zu teilen, dich von dir selbst abzutrennen. 

 

Ein sehr heilsamer Satz, der vielleicht auch etwas tief in dir anspricht.

Auch dieser Satz hat viel Weisheit in sich:

 

Krieg müssen wir führen, der Frieden muss nicht geführt werden, er ist bereits.

 

Denn es ist kein Kampf, den wir hier führen müssen. Und doch sitzen wir immer wieder der ebenfalls uralten Vorstellung auf, daß das Gute gegen das Böse kämpfen muß, um zu siegen.

Aber geht es nicht vielmehr darum, zu verstehen, daß das eine ohne das andere auf dieser Erde gar nicht existieren kann?
In dieser Welt gibt es kein Licht ohne Schatten.

Beides gehört untrennbar zueinander, wie die zwei Seiten einer Münze.
Warum also die Polarität bekämpfen? Sie ist per se nichts Schlechtes.

Erst die Dualität ermöglicht uns das Menschsein, läßt uns erst unsere Bedürfnisse er- und ausleben, denn nur durch den Kontrast können wir erfahren, was wir wirklich wollen.

 

Du kannst nicht das Licht oder die Dunkelheit bekämpfen. Es gibt das eine ohne das andere nicht.

 

Ein weiterer Aspekt: das, was wir als das Böse (repräsentiert durch die anderen) im Außen bekämpfen, liegt in Wahrheit in uns selbst. Und wenn wir nicht bereit sind, das vermeintlich Schlechte in uns selbst (= unsere Abgründe) anzuerkennen, projizieren wir es immer auf andere und bleiben somit in einer ewigen Spaltung gefangen.

 

Ist es nicht verrückt, daß wir mit dem Ankämpfen gegen die vermeintliche Trennung und Spaltung ebendiese noch befördern?

 

Das Paradoxe ist, wenn wir anerkennen, daß da nichts gewinnen muss, kein Mensch perfekt sein kann und akzeptieren, daß zum Licht auch Schatten gehört, werden wir ganz.
Ganz mit all unseren sogenannten Fehlern, Macken, schlechten Tagen und Launen.

Sie gehören zu uns und machen unsere Persönlichkeit erst aus.

 

Wir müssen die Idee von Dualität transzendieren, aber nicht die Realität von Dualität.

 

Ohne Dualität wäre es uns gar nicht möglich, unsere Persönlichkeit zu gestalten und auszuleben.

Und wir sollten sie nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und uns ausdrücken wie ein Schauspieler, der eine Maske zum Spiel benutzt.

 

Wen spielst du? Bist du der Gute? Der Krieger des Lichts? Der Retter der Welt?

Vergiß dabei nicht, auch die vermeintlich gegnerische, dunkle Seite kämpft in ihren Augen für das Richtige.

Wir alle werden in diesem Spiel gebraucht. Und oft sind es am Ende die ganz Bösen, die das Ende eines dunklen Zeitalters einleiten:

 

Darth Vader, der zuletzt den Imperator umbringt um seinen Sohn zu retten oder Gollum, ohne den der Ring am Ende nicht in das Feuer des Schicksalsbergs gelangt wäre.

Gandalf hatte es vorausgesehen – man weiß nie, welche Rolle einem noch bestimmt ist.

Es bleibt spannend:)

Mit dir auf dem Weg!

Alles Liebe

 

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