Wer sind wir in der Tiefe unseres Seins?

Wer sind wir in der Tiefe unseres Seins?

Wenn du mal Abstand nimmst von deinem Namen und deiner Geschichte:

WER BIST DU?

 

Kannst du diese Frage für dich beantworten?
 

Wenn du dich länger damit beschäftigst, stellt du fest, daß du mit dem Verstand nicht weiterkommst.

Meine jahrelange Suche nach der Antwort nimmt gerade eine interessante Wendung.
Denn ich erkenne mehr und mehr, dass das Ich, das versucht, diese Frage zu beantworten, gar nicht existiert.
So einfach und simpel ist das.

 

Es gibt einfach kein persönliches Ich. 

Es existiert nicht.

In mir ist nur eine Idee über eine Person, die Gabi heißt und soundso ein Leben hat, das soundso aussieht.
Dieses Ich regt sich manchmal über seine Kinder auf, die mal wieder alles herumliegen lassen.
Oder darüber, dass es angeblich immer alles alleine machen muss, aufräumen, kochen, putzen etc…
Oder es stellt sich vor eine Kamera und berichtet über die Neuigkeiten aus aller Welt, die in dem jeweiligen Moment gerade wichtig zu sein scheinen.

 

Dieses Ich, das all das tut und für sich reklamiert, ist nur eine Vorstellung.
 

Eine Idee, die sich verdichtet hat zu einer geglaubten Existenz. Und das Ganze nennt sich dann die persönliche Erfahrung. Diese neue Wahrnehmung wird immer stärker in mir, immer deutlicher wahrnehmbar. Es ist wie ein ständiger Wechsel der inneren Perspektive. Sie wechselt von der Identifizierung mit dem Denker zu dem Bewusstsein, in dem gedacht wird.

 

Was wir wirklich sind, ist Bewusstsein, das sich selbst durch den Körper erfährt.
 

 

Und was ist Bewusstsein?  Es ist formlos. Es ist kein etwas. Es ist einfach nur.

Und dann geschieht alles ganz natürlich. Die Geschichte fällt weg. Erwartungen fallen weg. Konditionierungen, Urteile fallen weg. Alles, was aus der behaupteten Person kommt, verliert an Wichtigkeit und darf nach und nach wegfallen.
Es ist wie eine 360° Drehung um sich selbst. Plötzlich ist alles anders. Denn die Person, die dachte, dieses Leben zu leben, gibt es nicht mehr.
Und doch ist scheinbar alles noch da. Mein Körper ist noch da. Und auch die Situation, die Lebensumstände sind weiterhin da.

 

Ich bin.
 

Und dann?

Das „Ich bin“ kann jede Ausdrucksform annehmen.

Und das beinhaltet wirklich jede Ausdrucksform. Zur Zeit sind das nicht nur die positiven, angenehmen, in denen sich noch mein Ego gefällt 😉
Nein. Es darf alles sein, ohne Urteil. Auch meine unschönen Seiten, meine Gier, meine Arroganz und mein Stolz.
Indem „ich“ sie zulasse, löse ich mich von der Identifizierung damit und mein Ego hat keine Macht mehr über mich, indem es mich leiden lässt.

 

 

Sehr berührt hat mich dazu dieser bemerkenswerter Film „My Octopus Teacher“.
 

 

Wie unser Bewusstsein kann auch ein Oktopus jede Form annehmen und seine Farbe verändern.
Je nach dem Umfeld, in dem er sich bewegt.
Er ist Jäger und Gejagter zugleich.
Und die Kraft dieser Weichtiere liegt paradoxerweise in ihrer Wehrlosigkeit.
Durch ihre fremdartige Gestalt führen uns Tintenfische schnell die Grenzen unserer Verstandes vor Augen.
Sie sind wahre Aliens mit ihren drei Herzen und blauem Blut, ihrer hohen Intelligenz und einer unglaublichen Anpassungsfähigkeit.

 

Aber manchmal erkennen wir uns in dem, was uns fremd erscheint, am leichtesten wieder.
 

Ich kann dir diesen wunderbaren und tiefgründigen Film nur wärmstens empfehlen:

Mein Lehrer, der Krake

 

Viel Spaß dabei! Alles Liebe und hab eine schöne Zeit!

Kannst du Schuld aushalten?

Kannst du Schuld aushalten?

Wir alle wissen, an etwas Schuld zu haben, das fühlt sich gar nicht gut an.

 

Und doch ist es von zentraler Bedeutung, damit leben zu können, nicht immer im Recht zu sein.

Unser Reflex, uns immer ins rechte Licht zu rücken und immer „richtig“ sein zu wollen, erweist uns da keinen guten Dienst.

Mal ganz einfach runtergebrochen – wenn zwei Krieg führen, dann weil keiner von beiden es aushalten kann, im Unrecht zu sein.

Oder anders gesagt, nichts weniger als dein Seelenfrieden hängt davon ab, wie entspannt du damit umgehen kannst, schuld zu haben.

 

Ich übe mich manchmal darin, mich ohne Bewertung mit diesem Gedanken anzufreunden:

 

Ich habe Schuld.

 

In meinem Leben gibt es einige Menschen, die dir versichern könnten, dass ich an vielem Schuld habe.

So bin ich z. B. ganz sicher schuld am Scheitern nicht nur einer meiner vergangenen Beziehungen.

Und wenn du meinen Sohn fragst, würde er dir vermutlich sagen, ich bin schuld an seinen schlechten Noten. Ich hätte ihn ja zu mehr Disziplin erziehen können. Ich bin auch schuld daran, dass ich zu manchen Menschen keinen Kontakt mehr habe. Ich habe sie enttäuscht, da ich ihren Erwartungen nicht entsprochen habe.

 

Du merkst sicher, worauf ich hinaus will.

Es wird wohl kein Mensch durch dieses Erdenleben kommen, ohne das andere ihm die Schuld für irgendetwas geben.

 

Wir haben immer irgendwo Schuld im Leben.

Das lässt sich gar nicht vermeiden.

Dabei geht es mir nicht darum, ob die vorgeworfene Schuld berechtigt ist oder nicht.

Ich rede nur davon, das Gefühl wahrzunehmen und auszuhalten.

 

Was ist Schuld?

 

Aus einer höheren Perspektive betrachtet, gibt es keine Schuld. In Wahrheit sind wir frei davon: Du bist frei von Schuld!

 

In unserem täglichen Zusammenleben aber ist das Konzept der Schuld wohl gar nicht wegzudenken.

 

Schuld ist ein menschliches Konzept, das es uns ermöglicht, andere in Abhängigkeit zu halten.

 

Denn wenn wir anderen die Schuld geben, machen wir sie für unseren Schmerz verantwortlich.

Den Schmerz, sich verletzt zu fühlen, sich nicht geliebt zu fühlen, sich nicht genug zu fühlen – sich nicht ganz und heile zu fühlen.

Für das Ego ein ganz sinnvolles Konzept, denn oft erreichen wir ja damit genau das, was wir wollen, dass der andere sich wieder uns zuwendet, uns eben nicht verlässt oder verletzt.

Das Problem ist nur, das wir uns damit immer und immer wieder gegenseitig in diesem System gefangen halten.

 

Um hier auszusteigen, ist es sehr hilfreich, gedanklich im Kopf das Wort Schuld mit Verantwortung zu ersetzen.

 

Ich übernehme Verantwortung für mein So-Sein.

 

In dem Moment, in dem wir Verantwortung für uns selbst übernehmen und beginnen, unseren eigenen Weg zu gehen, werden sich vielleicht andere von uns vor den Kopf gestoßen fühlen.

Dafür aber lösen wir unsere Abhängigkeit von anderen und kommen in unsere eigene Verbundenheit mit uns selbst.

 

Dieser Weg in unsere eigenes Sein ist mit zahlreichen unschönen Gefühlen gepflastert: Schuld, Angst, Wut und Scham und viele Abstufungen davon.

 

Es ist wirklich manchmal kein leichter Weg. Aber es ist der Weg von der Illusion hin zur Wahrheit. Und damit früher oder später der einzige Weg.

 

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit!

Ich bin undankbar.

Ich bin undankbar.

Ja, ich muss ehrlich gestehen, ich bin undankbar.

Denn wie sagt man so schön – es läuft bei mir. Und so war es immer schon in meinem Leben.

Es war auch hart und manchmal sehr schwer anzunehmen, aber – es hat sich immer eine Lösung gefunden. Und zwar oft genau dann, wenn ich innerlich aufgegeben habe.

 

Wann sich in meinem Leben immer die abgefahrensten Dinge entwickelt haben?

 

Wenn ich aus dem TUN Wollen und WISSEN Wollen raus war.
Noch besser, wenn ich schon in der Resignation war.
Unsere Sprache ist großartig, denn was anderes bedeutet dieses Wort als die Einsicht, dass ein angestrebtes Ziel mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht erreichbar ist.
Tschüß, Ego! Damit kommst du eben nicht weiter.
Wenn ich dann meinen Fokus „enttäuscht“ weg von dem Objekt der Begierde genommen habe, habe ich den Weg freigemacht.
Und alle meine Wünsche haben sich erfüllt.
Übrigens selbst die unwahrscheinlichsten, wo alle zu mir sagten, du hast sie doch nicht alle.

 

Heute beginne ich das, was ich damals unbewusst richtig gemacht habe, bewusst zu versuchen. 

 

Nicht einfach. Aber mein Leben „funktioniert“ am besten, wenn ich nichts will und einfach nur zufrieden bin, wie es ist. Dann auf einmal passieren Dinge.

Als ob das Leben zu mir sagen würde: „He, geh doch mal aus dem Weg da vorne und laß mich mal machen. Lehn dich entspannt zurück und genieß die Reise.“
Und ich so: „Nee, danke, ich kann das besser, ich hab schon ´ne genaue Vorstellung, wie alles zu laufen hat.“

Denn ehrlich, in meinem Kopf ist alles schon da! Ich habe jede Menge Ideen und Visionen und Bilder. Aber – so läuft es nicht. Da fließt nix. Also hol ich mich immer wieder zurück in den Moment, und nehme ihn so, wie er eben ist.
Und das ist der Punkt:

 

Erst mit dem radikalen Annehmen dessen, was da ist, bin ich im SEIN.

 

Nun, mein Thema heißt ja, radikal ich SEIN. Nicht radikal ich TUN.
Das ist aber genau das, was den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Wir alle leben in der Welt des Tuns. Darauf basiert unser ganzes Lebenskonzept: ich tue, um zu haben. Und dann….bin ich schließlich auch jemand.

Genau andersrum wird ein Schuh draus…

Klingt paradox? Ist es auch.

 
Die Magie beginnt dort, wo das Wollen aufhört.

 

Alles andere ist nur Krampf.

Mit dir auf dem Weg,
xxo

 

Wie du innere Blockaden auflöst.

Wie du innere Blockaden auflöst.

Nur du allein bist für deinen Seelenfrieden verantwortlich.

Er ist es wert, daß du ihn vehement verteidigst. Mach ihn von Nichts und Niemandem abhängig, denn nur so bekommst du die Oberhoheit über dein Leben.

Allerdings musst du zuerst deine eigenen inneren Blockaden abtragen. Weil du sonst immer wieder gegen dieselbe Wand rennst und nicht weiterkommst.

Was ich dir hier beschreibe, mag sich am Anfang anstrengend anfühlen, aber es ist wirklich nur eine Frage der Übung.

Etwa so wie Fahrradfahren:) Irgendwann gehen diese Schritte in Fleisch und Blut über und laufen dann fast automatisch ab.

 

Zunächst mal: Schärfe deine Wahrnehmung für dein Befinden.

 

Die meisten Menschen rennen heutzutage mit einem grundsätzlichen Gefühl von Unzufriedenheit herum.

Es ist sozusagen wie ein Hintergrund Rauschen, an das wir uns schon total gewöhnt haben.

 

Deswegen musst du erstmal rauskriegen, wie sich Zufriedenheit für dich überhaupt anfühlt.

Beobachte dich. Wenn du dich also das nächste Mal wirklich gut fühlst, spür hinein und genieße es ganz bewusst. Halte inne und gehe ganz in dieses gute Gefühl hinein.

Versuche Ablenkungen, auch in Form von Gedanken zu widerstehen.

 

Das Ziel ist, dass du dich die meiste Zeit so zufrieden und im Einklang mit dir selbst fühlst!

 

Finde heraus, warum du dich fühlst, wie du dich fühlst.

 

Wenn du dich schlecht fühlst, ist es der normale menschliche Impuls, sich davon abzulenken. Wir wollen dieses ungute Gefühl möglichst nicht spüren. Das hilft dir aber nicht weiter.

 

Deswegen: Schau hin! Untersuche genau, was für eine Art von Widerstand bzw schlechtem Gefühl du fühlst.

 

Versuche es zu benennen:

Ist es Traurigkeit?

Wut?

Frust?

Enttäuschung?

Neid?

Angst?

Gereiztheit?

Einsamkeit?

 

Nimm deine Gedanken zu Hilfe:

 

Was für eine Geschichte erzählst du dir zu dem Gefühl, das du hast?

Das Ego sucht immer Beweise für das Gefühl, das du hast. Fall nicht darauf rein.

Wenn ich z. B. genervt bin, klinkt sich bei mir sofort die entsprechende Geschichte dazu ein: Immer muss ich alles machen, immer bleibt alles an mir hängen, nie hab ich meine Ruhe…

 

Achtung: Hier geht es nicht darum, ob die Geschichte in deinem Kopf wahr ist.

 

Wichtig ist hier nur, dass du die Gedanken in deinem Kopf zuordnest, die mit dem schlechten Gefühl einhergehen.

 

Bleibe der unberührte Beobachter.

 

Das ist entscheidend!

 

Nimm das schlechte Gefühl und die Gedanken dazu wahr so gut es geht, aber identifiziere dich nicht damit!

 

Du bist nicht deine Gefühle und du bist nicht deine Gedanken.

 

Sei wie der blaue Himmel, auf dem die Wolken vorüberziehen, manchmal verdecken sie ihn sogar völlig. Aber in Wahrheit ist der Himmel immer da und blau. Und so ist es auch mit deinem Bewusstsein.

Lass die Gedanken vorüberziehen und bleibe dir bewusst, dass du nur der Raum bist, in dem sie auftauchen und wieder verschwinden.

 

Verurteile dich nicht für die Gedanken, die du hast.

 

Selbst wenn sehr hässliche Gedanken auftauchen, ist das ok.

Lass sie einfach sein. Berühr sie nicht, lass sie vorbeiziehen.

 

In dem Moment nämlich, wo du dich bewertest oder dafür verurteilst, was für schlimme Gedanken du hast, schnappt die Falle zu und du bist wieder völlig gefangen und mit deinem Drama identifiziert.

 

Hab Geduld.

 

Halte diesen ungewohnten Zustand des Beobachtens aus. Halte die Ungewissheit und das schlechte Gefühl aus.

Das mag dir Angst machen und dich in ein weiteres unangenehmes Gefühl von Haltlosigkeit schicken.

Meistens ist es aber so, dass sich eher ein Gefühl von Weite bemerkbar macht.

 

Du musst es nur in diesem einen jetzigen Moment aushalten. Nicht für immer!

 

Sei ein klein wenig geduldig! Und du wirst sehen, dass das schlechte Gefühl plötzlich weg ist.

Warum? Weil es bisher von deiner Unbewusstheit gelebt hat. Es hat es sich tief in deinem Unterwusstsein gemütlich gemacht.

In dem Moment aber, wo du dein Bewusstsein wie einen Scheinwerfer darauf richtest, löst es sich auf.

 

Die Geschichte dahinter auflösen.

 

Je wachsamer du wirst, desto mehr wirst du feststellen, dass du in bestimmten Situationen immer wieder von den gleichen Gedanken getriggert wirst.

Mit manchen können wir ganz gut leben, aber manche halten uns davon ab, erfolgreich zu sein, unsere Träume zu leben oder sie beeinträchtigen unsere Beziehungen.

Dann ist es wichtig, sich die Geschichte dahinter näher anzuschauen.

Oft ist hinter der offensichtlichen Geschichte noch eine oder sogar mehrere weitere aktiv. Mit der Zeit kommt man sich selbst da immer mehr auf die Spur. Scheu Dich nicht, dir hier Hilfe von außen zu holen.

Denn manchmal haben wir richtiggehend blinde Flecken, die wir selbst gar nicht sehen können. (Ähm, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.)

 

Du magst dich fühlen, als ob du gefangen in einem Käfig sitzt. Die Tür in die Freiheit aber ist immer offen!

 

Alles Liebe

 

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

In vielen Sessions tauchte in letzter Zeit das Thema Familie auf. Kein Wunder. All unsere Beziehungen sind letztlich geprägt durch die Erfahrungen, die wir als Kind in unserer Ursprungsfamilie gemacht haben.

 

Das Problem: Wir sind uns oft nicht bewusst, dass wir unser ganzes Leben hindurch diese alte Programmierung aus der frühesten Kindheit in uns tragen. Und die drückt wirklich allem, was wir heute tun, immer noch den Stempel auf.

Wenn das dann erkannt wird, ist es fast schon erschreckend! Aber – keine Sorge, diese Fragen helfen dir, dich davon zu verabschieden:

 

Frage Dich: Welche Rolle hast Du in Deiner Ursprungs – Familie gespielt?

 

Und welche Attribute brachte diese Rolle mit sich?

Warst du die kleine (hilfsbedürftige) Schwester oder der große Bruder (der Beschützer), oder das schwarze Schaf der Familie (das immer schuld hat)?

Oder warst du vielleicht der Außenseiter, der nie irgendwas richtig auf die Reihe gekriegt hat?

Warst du vielleicht das Kind, das sich mit seinen Talenten zurückhalten musste, damit du deine Geschwister nicht überstrahlst?

Oder musstest du schon früh in die verantwortliche Versorgerrolle, weil deine Mutter damit überfordert war?

Vielleicht warst du aber auch die verwöhnte Prinzessin, deren Eltern nicht nein sagen konnten?

Oder wirst du sogar von deinen Eltern missbraucht und sie lassen dich, obwohl du längst erwachsen bist, einfach nicht frei?

Mach Dir keinen Kopf ob deine Rolle „cool“ ist oder nicht, jeder Mensch muss durch eine prägende Familienerfahrung und letztlich ist es ziemlich egal, welche Rolle du innehattest.

Wichtig ist erstmal nur, herauszufinden, welche es ist.

Denn damit holst du es raus aus dem Unbewussten und die entsprechenden Gedanken dazu können dich nicht mehr manipulieren.

 

Die 3 ultimativen Schritte, aus dem alten Drama auszusteigen :

 

1. Beobachte: Was passiert?

 

Mach den Abgleich mit deiner aktuellen Realität.

Wenn Du also deine Rolle identifiziert hast, ist es erst einmal nur wichtig, sie in all ihren Facetten und ihre Mechanismen kennenzulernen.

Das heißt, Du musst auch erstmal gar nichts weiter tun, als dich und deine Familie zu beobachten. (Das geht übrigens auch, wenn deine Familie nicht mehr lebt. Dann nimm deine Erinnerungen.)

Stell es dir einfach vor, als wenn ein Theaterstück aufgeführt wird.

Wie nehmen dich die Mitglieder deiner Familie heute wahr? Schau genau hin. Rufe dir typische Ereignisse und Situationen ins Gedächtnis.

Vermutlich behandelt dich die Familie immer noch genauso wie in deiner Kindheit, also so, wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt ist.

Achte auf die Dialoge. Was passiert, wenn Du dieses sagst oder jenes tust? Was passiert, wenn du es mal anders tust?

Wenn also der große Bruder nicht handelt wie gewohnt und schützend die jüngere Schwester „rettet“, dann reagiert die Schwester verletzt.

Die Eltern wiederum sind sauer und nennen den Bruder egoistisch, der nur an sich denkt.

Das Zauberwort hierbei heißt NEUTRAL! Bleibe der unberührte Beobachter! Lass dich nicht in das Drama hineinziehen.

 

 

2. Erkenne: Was habe ich davon?

 

Diese Frage ist essentiell und du solltest sie ein wenig mit dir herumtragen, um sie ehrlich zu beantworten: Was will ich damit erreichen, wenn ich diese Rolle bediene?

 

Im Fall des Bruders hieße das: Warum will er eigentlich wirklich die kleine Schwester beschützen?

 

Die ehrliche Antwort ist, weil er sich darin gefällt, der Beschützer zu sein.

Unser Ego liebt solche Rollen. Denn damit erhöht es sich und fühlt sich gut und wichtig und gebraucht.

 

Es gibt aber auch die gegenteilige Version davon.

 

Immer der zu sein, der Pech hat, bei dem alles schief läuft, auch das kann eine erfüllende (Opfer) Rolle sein, in der man viel Aufmerksamkeit bekommt. Und um nichts anderes geht es bei dem Ganzen.

 

Frage dich auch: wer bin ich, wenn mein Ego diese Befriedigung nicht mehr bekommt?

 

3. Akzeptiere: Nimm deine Rolle an.

 

Ich weiß, das ist vermutlich der schwerste Schritt.

Aber mit jedem Versuch, gegen deine Rolle anzukämpfen, verstärkst du sie nur.

Sobald du aus der Rolle ausbrechen willst, also etwas tust, was nicht der Erwartung deiner Familie entspricht, wirst du auf Widerstand, Unverständnis und Ärger stoßen.

Und da wir ja alle geliebt werden wollen, spielen wir eben diese Rollen weiter.

Das Problem ist nur, dass wir uns heute nicht nur in unserer Familie dieser Rolle entsprechend verhalten, sondern in all unseren Beziehungen.

In dem Moment aber, wo du deine Rolle, die dir zugedacht wurde, ohne Widerstand und damit also ohne Bewertung annehmen kannst (und dabei rede ich nur von dem aktuellen MOMENT, nicht von „für immer“), hat sie keine Macht mehr über dich.

Das ist damit gemeint, wenn wir sagen, wenn du wirklich etwas ändern willst, dann fang bei dir selbst an.

Du kannst immer nur dich, aber nicht die anderen ändern.

Du wirst feststellen, dass die alten Muster zwar noch ablaufen, aber dann keine Macht mehr über Dich haben. Sie triggern dich nicht mehr.

 

Achtung: Das bedeutet nicht, dass du eine für dich unerträgliche Situation nicht ändern solltest.

Sicherlich wirst du beginnen, die eine oder andere Grenze zu setzen.

Manchmal ist es sogar tatsächlich besser, für eine gewisse Weile von der Familie Abstand zu halten, um für sich selbst Klarheit zu finden. Um herauszufinden, wer man ist, ohne den Einfluß der Menschen, die einen immer an die alte Konditionierung erinnern.

 

 

Wenn sich dein Ego sich sträubt: Was bleibt vom Selbstbild übrig?

 

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, sagt man. Es ist wahr! Zu erkennen, warum man wirklich eine bestimmte Rolle bedient, schickt einen in die Abgründe des Seins, in die wir alle ungerne blicken wollen.

Aber es lohnt sich.

Also, freu dich, wenn du gerade viel Drama in deinem Leben hast oder viel getriggert wirst. Es zeigt dir, wo du dir selber noch was vormachst und wo Du genau hinsehen solltest.

 

Das Schöne ist, du brauchst gar kein Selbstbild. Je weniger davon übrig bleibt, desto besser. Denn mal ehrlich, wieso solltest du ein Bild von dir brauchen? Wofür?

Du bist doch schon!

Brauchst Du wirklich eine Vorstellung von Dir oder reicht es nicht, in jedem Moment ganz Du selbst zu sein? In jedem Moment zu spüren, was sich richtig anfühlt, und dann im Einklang damit zu handeln?

Versprochen: es wird immer leichter und nach jeder Phase des Leidens und des Schmerzes wirst du feststellen, dass du eine neue Klarheit erlangt hast.

 

Manchmal stecken wir aber auch so tief in alten Verstrickungen, dass wir alleine den Weg nicht herausfinden.

Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, endlich aus dem alten Drama auszusteigen, dann buche doch eine Session mit mir!

 

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit!

Alles Liebe

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