Wie du innere Blockaden auflöst.

Wie du innere Blockaden auflöst.

Nur du allein bist für deinen Seelenfrieden verantwortlich.

Er ist es wert, daß du ihn vehement verteidigst. Mach ihn von Nichts und Niemandem abhängig, denn nur so bekommst du die Oberhoheit über dein Leben.

Allerdings musst du zuerst deine eigenen inneren Blockaden abtragen. Weil du sonst immer wieder gegen dieselbe Wand rennst und nicht weiterkommst.

Was ich dir hier beschreibe, mag sich am Anfang anstrengend anfühlen, aber es ist wirklich nur eine Frage der Übung.

Etwa so wie Fahrradfahren:) Irgendwann gehen diese Schritte in Fleisch und Blut über und laufen dann fast automatisch ab.

 

Zunächst mal: Schärfe deine Wahrnehmung für dein Befinden.

 

Die meisten Menschen rennen heutzutage mit einem grundsätzlichen Gefühl von Unzufriedenheit herum.

Es ist sozusagen wie ein Hintergrund Rauschen, an das wir uns schon total gewöhnt haben.

 

Deswegen musst du erstmal rauskriegen, wie sich Zufriedenheit für dich überhaupt anfühlt.

Beobachte dich. Wenn du dich also das nächste Mal wirklich gut fühlst, spür hinein und genieße es ganz bewusst. Halte inne und gehe ganz in dieses gute Gefühl hinein.

Versuche Ablenkungen, auch in Form von Gedanken zu widerstehen.

 

Das Ziel ist, dass du dich die meiste Zeit so zufrieden und im Einklang mit dir selbst fühlst!

 

Finde heraus, warum du dich fühlst, wie du dich fühlst.

 

Wenn du dich schlecht fühlst, ist es der normale menschliche Impuls, sich davon abzulenken. Wir wollen dieses ungute Gefühl möglichst nicht spüren. Das hilft dir aber nicht weiter.

 

Deswegen: Schau hin! Untersuche genau, was für eine Art von Widerstand bzw schlechtem Gefühl du fühlst.

 

Versuche es zu benennen:

Ist es Traurigkeit?

Wut?

Frust?

Enttäuschung?

Neid?

Angst?

Gereiztheit?

 

Nimm deine Gedanken zu Hilfe:

 

Was für eine Geschichte erzählst du dir zu dem Gefühl, das du hast?

 

Wenn ich z. B. genervt bin, klinkt sich bei mir sofort die entsprechende Geschichte dazu ein: Immer muss ich alles machen, immer bleibt alles an mir hängen, nie hab ich meine Ruhe…

 

Achtung: Hier geht es nicht darum, ob die Geschichte in deinem Kopf wahr ist.

 

Wichtig ist hier nur, dass du die Gedanken in deinem Kopf zuordnest, die mit dem schlechten Gefühl einhergehen.

 

Bleibe der unberührte Beobachter.

 

Das ist entscheidend!

 

Nimm das schlechte Gefühl und die Gedanken dazu wahr so gut es geht, aber identifiziere dich nicht damit!

 

Du bist nicht deine Gefühle und du bist nicht deine Gedanken.

 

Sei wie der blaue Himmel, auf dem die Wolken vorüberziehen, manchmal verdecken sie ihn sogar völlig. Aber in Wahrheit ist der Himmel immer da und blau. Und so ist es auch mit deinem Bewusstsein.

Lass die Gedanken vorüberziehen und bleibe dir bewusst, dass du nur der Raum bist, in dem sie auftauchen und wieder verschwinden.

 

Verurteile dich nicht für die Gedanken, die du hast.

 

Selbst wenn sehr hässliche Gedanken auftauchen, ist das ok.

Lass sie einfach sein. Berühr sie nicht, lass sie vorbeiziehen.

 

In dem Moment nämlich, wo du dich bewertest oder dafür verurteilst, was für schlimme Gedanken du hast, schnappt die Falle zu und du bist wieder völlig gefangen und mit deinem Drama identifiziert.

 

Hab Geduld.

 

Halte diesen ungewohnten Zustand des Beobachtens aus. Halte die Ungewissheit und das schlechte Gefühl aus.

Das mag dir Angst machen und dich in ein weiteres unangenehmes Gefühl von Haltlosigkeit schicken.

Meistens ist es aber so, dass sich eher ein Gefühl von Weite bemerkbar macht.

 

Du musst es nur in diesem einen jetzigen Moment aushalten. Nicht für immer!

 

Sei ein klein wenig geduldig! Und du wirst sehen, dass das schlechte Gefühl plötzlich weg ist.

Warum? Weil es bisher von deiner Unbewusstheit gelebt hat. Es hat es sich tief in deinem Unterwusstsein gemütlich gemacht.

In dem Moment aber, wo du dein Bewusstsein wie einen Scheinwerfer darauf richtest, löst es sich auf.

 

Die Geschichte dahinter auflösen.

 

Je wachsamer du wirst, desto mehr wirst du feststellen, dass du in bestimmten Situationen immer wieder von den gleichen Gedanken getriggert wirst.

Mit manchen können wir ganz gut leben, aber manche halten uns davon ab, erfolgreich zu sein, unsere Träume zu leben oder sie beeinträchtigen unsere Beziehungen.

Dann ist es wichtig, sich die Geschichte dahinter näher anzuschauen.

Oft ist hinter der offensichtlichen Geschichte noch eine oder sogar mehrere weitere aktiv. Mit der Zeit kommt man sich selbst da immer mehr auf die Spur. Scheu Dich nicht, dir hier Hilfe von außen zu holen.

Denn manchmal haben wir richtiggehend blinde Flecken, die wir selbst gar nicht sehen können. (Ähm, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.)

 

Der Weg in die Freiheit liegt vor dir.

Du musst ihn einfach nur gehen, er immer leichter!

 

Alles Liebe

 

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

In vielen Sessions tauchte in letzter Zeit das Thema Familie auf. Kein Wunder. All unsere Beziehungen sind letztlich geprägt durch die Erfahrungen, die wir als Kind in unserer Ursprungsfamilie gemacht haben.

 

Das Problem: Wir sind uns oft nicht bewusst, dass wir unser ganzes Leben hindurch diese alte Programmierung aus der frühesten Kindheit in uns tragen. Und die drückt wirklich allem, was wir heute tun, immer noch den Stempel auf.

Wenn das dann erkannt wird, ist es fast schon erschreckend! Aber – keine Sorge, diese Fragen helfen dir, dich davon zu verabschieden:

 

Frage Dich: Welche Rolle hast Du in Deiner Ursprungs – Familie gespielt?

 

Und welche Attribute brachte diese Rolle mit sich?

Warst du die kleine (hilfsbedürftige) Schwester oder der große Bruder (der Beschützer), oder das schwarze Schaf der Familie (das immer schuld hat)?

Oder warst du vielleicht der Außenseiter, der nie irgendwas richtig auf die Reihe gekriegt hat?

Warst du vielleicht das Kind, das sich mit seinen Talenten zurückhalten musste, damit du deine Geschwister nicht überstrahlst?

Oder musstest du schon früh in die verantwortliche Versorgerrolle, weil deine Mutter damit überfordert war?

Vielleicht warst du aber auch die verwöhnte Prinzessin, deren Eltern nicht nein sagen konnten?

Oder wirst du sogar von deinen Eltern missbraucht und sie lassen dich, obwohl du längst erwachsen bist, einfach nicht frei?

Mach Dir keinen Kopf ob deine Rolle „cool“ ist oder nicht, jeder Mensch muss durch eine prägende Familienerfahrung und letztlich ist es ziemlich egal, welche Rolle du innehattest.

Wichtig ist erstmal nur, herauszufinden, welche es ist.

Denn damit holst du es raus aus dem Unbewussten und die entsprechenden Gedanken dazu können dich nicht mehr manipulieren.

 

Die 3 ultimativen Schritte, aus dem alten Drama auszusteigen :

 

1. Beobachte: Was passiert?

 

Mach den Abgleich mit deiner aktuellen Realität.

Wenn Du also deine Rolle identifiziert hast, ist es erst einmal nur wichtig, sie in all ihren Facetten und ihre Mechanismen kennenzulernen.

Das heißt, Du musst auch erstmal gar nichts weiter tun, als dich und deine Familie zu beobachten. (Das geht übrigens auch, wenn deine Familie nicht mehr lebt. Dann nimm deine Erinnerungen.)

Stell es dir einfach vor, als wenn ein Theaterstück aufgeführt wird.

Wie nehmen dich die Mitglieder deiner Familie heute wahr? Schau genau hin. Rufe dir typische Ereignisse und Situationen ins Gedächtnis.

Vermutlich behandelt dich die Familie immer noch genauso wie in deiner Kindheit, also so, wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt ist.

Achte auf die Dialoge. Was passiert, wenn Du dieses sagst oder jenes tust? Was passiert, wenn du es mal anders tust?

Wenn also der große Bruder nicht handelt wie gewohnt und schützend die jüngere Schwester „rettet“, dann reagiert die Schwester verletzt.

Die Eltern wiederum sind sauer und nennen den Bruder egoistisch, der nur an sich denkt.

Das Zauberwort hierbei heißt NEUTRAL! Bleibe der unberührte Beobachter! Lass dich nicht in das Drama hineinziehen.

 

 

2. Erkenne: Was habe ich davon?

 

Diese Frage ist essentiell und du solltest sie ein wenig mit dir herumtragen, um sie ehrlich zu beantworten: Was will ich damit erreichen, wenn ich diese Rolle bediene?

 

Im Fall des Bruders hieße das: Warum will er eigentlich wirklich die kleine Schwester beschützen?

 

Die ehrliche Antwort ist, weil er sich darin gefällt, der Beschützer zu sein.

Unser Ego liebt solche Rollen. Denn damit erhöht es sich und fühlt sich gut und wichtig und gebraucht.

 

Es gibt aber auch die gegenteilige Version davon.

 

Immer der zu sein, der Pech hat, bei dem alles schief läuft, auch das kann eine erfüllende (Opfer) Rolle sein, in der man viel Aufmerksamkeit bekommt. Und um nichts anderes geht es bei dem Ganzen.

 

Frage dich auch: wer bin ich, wenn mein Ego diese Befriedigung nicht mehr bekommt?

 

3. Akzeptiere: Nimm deine Rolle an.

 

Ich weiß, das ist vermutlich der schwerste Schritt.

Aber mit jedem Versuch, gegen deine Rolle anzukämpfen, verstärkst du sie nur.

Sobald du aus der Rolle ausbrechen willst, also etwas tust, was nicht der Erwartung deiner Familie entspricht, wirst du auf Widerstand, Unverständnis und Ärger stoßen.

Und da wir ja alle geliebt werden wollen, spielen wir eben diese Rollen weiter.

Das Problem ist nur, dass wir uns heute nicht nur in unserer Familie dieser Rolle entsprechend verhalten, sondern in all unseren Beziehungen.

In dem Moment aber, wo du deine Rolle, die dir zugedacht wurde, ohne Widerstand und damit also ohne Bewertung annehmen kannst (und dabei rede ich nur von dem aktuellen MOMENT, nicht von „für immer“), hat sie keine Macht mehr über dich.

Das ist damit gemeint, wenn wir sagen, wenn du wirklich etwas ändern willst, dann fang bei dir selbst an.

Du kannst immer nur dich, aber nicht die anderen ändern.

Du wirst feststellen, dass die alten Muster zwar noch ablaufen, aber dann keine Macht mehr über Dich haben. Sie triggern dich nicht mehr.

 

Achtung: Das bedeutet nicht, dass du eine für dich unerträgliche Situation nicht ändern solltest.

Sicherlich wirst du beginnen, die eine oder andere Grenze zu setzen.

Manchmal ist es sogar tatsächlich besser, für eine gewisse Weile von der Familie Abstand zu halten, um für sich selbst Klarheit zu finden. Um herauszufinden, wer man ist, ohne den Einfluß der Menschen, die einen immer an die alte Konditionierung erinnern.

 

 

Wenn sich dein Ego sich sträubt: Was bleibt vom Selbstbild übrig?

 

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, sagt man. Es ist wahr! Zu erkennen, warum man wirklich eine bestimmte Rolle bedient, schickt einen in die Abgründe des Seins, in die wir alle ungerne blicken wollen.

Aber es lohnt sich.

Also, freu dich, wenn du gerade viel Drama in deinem Leben hast oder viel getriggert wirst. Es zeigt dir, wo du dir selber noch was vormachst und wo Du genau hinsehen solltest.

 

Das Schöne ist, du brauchst gar ein Selbstbild. Je weniger davon übrig bleibt, desto besser. Denn mal ehrlich, wieso solltest du ein Bild von dir brauchen? Wofür?

Du bist doch schon!

Brauchst Du wirklich eine Vorstellung von Dir oder reicht es nicht, in jedem Moment ganz Du selbst zu sein? In jedem Moment zu spüren, was sich richtig anfühlt, und dann im Einklang damit zu handeln?

Versprochen: es wird immer leichter und nach jeder Phase des Leidens wirst du feststellen, dass du eine neue Klarheit erlangt hast.

 

Manchmal stecken wir aber auch so tief in alten Verstrickungen, dass wir alleine den Weg nicht herausfinden.

Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, endlich aus dem alten Drama auszusteigen, dann buche noch heute eine Session mit mir!

 

Danke fürs Lesen und hab eine gute Zeit! Alles Liebe,

Lass doch mal locker!

Lass doch mal locker!

 

Stellst Du Dich selbst in Frage?

Vermutlich eher selten;)

Ist auch klar, schließlich haben wir ein Leben lang gebraucht, um erstmal dort anzukommen, wo wir sind.

Um ein gewisses Standing zu entwickeln und sagen zu können, hey, das bin ich und das fühlt sich gut an.

Auch wenn jemand anders anderer Meinung ist.

Nun geht es aber beim Selbst hinterfragen nicht um die anderen, oder darum sich von deren Meinung erschüttern oder verunsichern zu lassen.

Es geht ganz einfach darum, sich selbst weiterzuentwickeln.

Denn wenn wir uns nicht selbst hinterfragen, war es das.

Da passiert dann nichts mehr.

Dann ist die Welt so, wie sie ist und das war´s dann.

 

Ist erstmal auch okay so. Funktioniert ja auch.

Denn warum sollte man alles in Frage stellen, worauf man alles, was man im Leben so macht, aufgebaut hat?

 

Eine wirklich gute Frage.

Das hier wäre vielleicht ein Grund:

 

Wenn wir uns so umsehen, stellen wir ja fest, das die Welt, so wie sie ist, eigentlich doch gar nicht so gut funktioniert, wie wir denken.

Sie funktioniert vielleicht grade für uns hier im Westen ganz gut, sofern man über ein bestimmtes Einkommen verfügt. Aber in sehr vielen anderen Ländern sieht es gar nicht gut aus.

Ich denke, da muss ich nicht weiter drauf eingehen.

Und abgesehen vom materiellen Wohlstand, was da so an Gedankengut durch Deutschland schleicht, ist ja auch recht beunruhigend.

 

Also ist wohl alles doch nicht so toll, wie wir uns einreden wollen. Einverstanden? Gut.

 

Nun wieder zurück zum Anfang.

 

Ich denke, es ist extrem wichtig, sich selbst zu hinterfragen.

 

Das funktioniert aber nur mit einer bestimmten Art von Wachheit.

 

Da Du diesen Newsletter abonniert hast (worüber ich mich sehr freue) gehörst Du mit Sicherheit zu den Menschen, die zu dieser Wachheit in der Lage sind.

 

Du bist mehr als nur das, was Du zu sein scheinst.

 

Du hast ein Bewusstsein, das weit über die Grenzen Deiner Körperlichkeit hinausgeht.

 

Das ist nicht spirituell, das ist ein Fakt.

 

Aber es liegt an Dir, ob Du dieses Bewusstsein benutzt.

 

Um ehrlich zu sein, es wäre sehr schade, wenn Du die Fähigkeiten Deines Geistes nur ins Reich der Träume und der Einbildung verbannen würdest.

 

Das ist übrigens das, was kollektiv zur Zeit passiert – wir haben die Urheberrechte der Fantasie an Disney und Marvel abgetreten. Wenn wir träumen wollen, gehen wir ins Kino.

 

Aber versuch das doch mal:

 

Hast Du schon mal bewusst geträumt? Hast Du schon mal im Traum beschlossen, ja, ich mache das jetzt so und so, und Deinen Traum gesteuert?

Das geht wirklich! Sich vor dem Einschlafen darauf zu fokussieren, reicht oft schon.

 

Und im Wachzustand: wenn Du nächstens wieder mal merkst, dass Du vehement eine (Deine) Meinung vertrittst, dann hör Dir doch mal selbst zu. Und frage Dich, was erzähle ich denn hier, oder wow, warum reagiere ich jetzt so heftig?

Was wäre denn, wenn ich nicht mehr diese Meinung vertrete?

 

Lass doch mal in Dir andere Gedanken zu, die sagen, Nö, das muss ja nicht so sein, ich könnte das ja auch mal ganz anders sehen.

Alles eine Frage der Übung.

 

Wozu das alles gut sein soll?

 

Es macht einen Raum in Dir auf. Einen Raum, der Dich weiter werden lässt.

Und mehr Raum bedeutet immer mehr Möglichkeiten.

Und von Mehr Möglichkeiten ist es nicht mehr weit zu Alles ist möglich.

 

Bis hin zu einer Welt die wirklich funktioniert. Für uns alle 🙂

Bewusst weghören

Bewusst weghören

Neulich, auf dem Spielplatz. Eine alte Bekannte, die ich lange nicht gesehen hatte, fing an von einer Frau zu erzählen, die sie völlig unmöglich findet. Da wurden wir von den Kindern unterbrochen.

Und als wieder Ruhe einkehrte, hatte ich mich dafür entschieden, nicht nachzufragen, was es denn nun mit dieser Frau auf sich hat, warum sie so schrecklich ist. Ich hatte mich dafür entschieden, bewusst wegzuhören.

Wir alle kennen diesen Sog, diese Neugier, die einen hineinzieht in das eigene Ego. Zu hören, wie schlecht es anderen gehen mag, was anderen Schlimmes passiert ist oder wie unzulänglich andere sind, damit stärken wir unbewusst sehr oft nur unser vermeintliches Selbstwertgefühl. Es ist nach solchen Geschichten süchtig und von ihnen abhängig.

Ich übe mich darin, diesen Sog zu erkennen und ihm nicht zu verfallen.

Denn mal ehrlich, dieses ganze Gerede über andere, was sie tun oder nicht tun, warum sie so schrecklich sind, was bringt das?

Es zementiert am Ende nur Vorurteile und Meinungen, die immer nur subjektiv sein können. Und damit bestärken wir nur die Realität, wie sie eben zur Zeit ist.

Wenn wir wirklich ernsthaft etwas ändern wollen in dieser Welt, müssen wir wachsam sein. Genau hingucken. Aufmerksam vor allem uns selbst beobachten, wie wir mit anderen umgehen, wie wir mit ihnen reden, wie wir über sie reden.

Wir entscheiden uns dafür, womit wir unsere Gedanken befeuern. Dazu gehören auch eben solche Gespräche über nicht Anwesende. Und aus einem größerem Abstand heraus betrachtet, wissen wir ja alle, dass es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt.

In Wahrheit müssen wir uns nicht mit anderen vergleichen und an anderen unseren eigenen Wert und unser individuelles Selbstgefühl festmachen.

Wir alle sind – , jeder einzelne von uns ist davon völlig unabhängig wertvoll.

Hab eine schöne Zeit!

XXO

Wünschst Du Dir endlich Klarheit und ein Leben, das Du liebst?

In meinem Seminar geht es um nichts anderes!

Wenn dich die Wut überkommt

Wenn dich die Wut überkommt

Und? Hand aufs Herz!

Wie gehst Du mit Menschen um, die in Deinen Augen etwas falsch gemacht haben?

Wirst Du laut? Cholerisch? Unverschämt? Herablassend?

 

Ich habe neulich bei der Arbeit eine Situation erlebt, in der genau das passiert ist.

Ein Kollege wurde sehr deutlich und schnauzte einen Mitarbeiter am Telefon so was von aggressiv an.

Ob er sich dessen wohl bewusst war? Mit Sicherheit nicht.

Ob er sich dabei besser gefühlt hat? Mit Sicherheit ja.

 

Ein bewußter Menschen hätte völlig anders reagiert.

Er hätte den Fehler des Kollegen nicht persönlich genommen. Er hätte ihn

ruhig darauf hingewiesen, dass er sich nicht an die Absprache gehalten hat. Und dass das ein Problem ist, mit möglichen Konsequenzen.

 

Hinter dem unbewussten Verhalten meines Kollegen stecken zweierlei Haltungen.

Zum einen, du darfst keine Fehler machen.

Zum anderen, ich bin mehr wert als du.

Und beide diese Glaubensätze sind nur dazu da, unser Ego zu stärken, also das Bild, das wir von uns selbst haben.

Das läuft ganz automatisch ab.

Die Idee und Vorstellung, die wir von uns haben, ein erfolgreicher, gutaussehender und bedeutender Mensch zu sein sucht sich permanent diese Bestätigung.

Und ein solcher Anlass, wenn ein anderer etwas offenbar falsch gemacht hat, ist da nur allzu willkommen.

 

Wir alle kennen diese Situationen, in denen wir echt sauer werden können. Wie z. B. im Restaurant: Die Kellner, die nicht kommen, das Essen, das schon kalt ist oder nicht schmeckt – die missverstandene und anders ausgeführte Bestellung. Oder die Schlange an der Kasse beim Einkaufen, weil die dumme Kuh da vorne ihr Kleingeld nicht findet.

 

Am Ende ist es tatsächlich egal, was uns da gerade sauer macht.

 

Wichtig ist, zunächst einmal zu erkennen und zu verstehen, was da unbewusst abläuft, nämlich dass man den Fehler eines anderen benutzt, um sich besser zu fühlen.

 

Die nächste Frage ist dann, wie man es schafft, in solchen Momenten aus dem Automatismus und aus der unbewussten Reaktion herauszukommen?

 

Denn wir alle wünschen uns ja, gelassen zu bleiben und nicht alles persönlich zu nehmen.

Es ist möglich, indem du inne hältst und für einen Augenblick auf die innerliche Pause – Taste drückst.

Dabei trittst du innerlich einen Schritt zurück und gehst in die Beobachterposition.

Du nimmst damit Abstand von deinen Gedanken. Von der Geschichte, die in deinem Kopf abläuft.

Was auch immer für Gefühle in Dir hochkommen, Wut, Frust, Verärgerung, Enttäuschung, Verletzung, egal.

Lass sie einfach sein, schau sie dir an, aber bewerte sie nicht. Verurteile auch dich nicht dafür, dass du diese Gedanken und Emotionen hast.

Du nimmst einfach nur wahr. Damit schenkst du dem Moment deine völlige Aufmerksamkeit und bist völlig präsent.

 

Indem du auch nur einen kleinen Moment völlig akzeptierst, was jetzt gerade ist, beginnt die Veränderung.

 

Das Gefühl der Spannung, der Druck lässt nach, du fühlst dich leichter und die Gedanken hören auf, soviel Macht über dich zu haben.

Vergiß nicht, es geht nicht darum, die ganze Situation und die ganze Geschichte, die damit zusammenhängt, zu akzeptieren. Es reicht völlig, nur den jetzigen Moment anzunehmen.

Am Anfang schaffst Du es vielleicht nur für einen kleinen Augenblick, diesen inneren Abstand herzustellen. Aber hab ein bisschen Geduld mit Dir, es lohnt sich unbedingt, das auszuprobieren.

Ich freu mich auf Deine Kommentare!

 

Hab eine schöne Woche!

Gabi

Bereit für ein neues Bewusstsein?

Dann mach mit bei meinem Seminar!