Zieh dir nicht jedes Paar Schuhe an, das man dir hinstellt.

Zieh dir nicht jedes Paar Schuhe an, das man dir hinstellt.

 

Bisher war ich immer jemand, der sich alle Schuhe, die man ihm hingestellt hat, auch angezogen hat.

Und dann habe ich versucht, sie mir passend zu machen. Weil ich dachte, da stimmt vielleicht was nicht mit mir, oder ich habe da ein Thema, das muss ich mir anschauen, etwas nicht aufgearbeitet, einen blinden Fleck sozusagen.

 

Einer der wichtigsten Ecksteine beim Radikal ich Sein ist:

Lerne zu unterscheiden, was ist wirklich meine Angelegenheit und was ist die Angelegenheit des anderen? Und kümmere dich nur um die deine. Damit hast du schon genug zu tun.

 

Erkenne, wie du tickst und sei ok damit.

 

Ich erkenne immer besser, was ich bin, also was von mir kommt, und was nicht.

Zum größten Teil bin ich mit den Dingen ok, so wie sind. Das macht es umso leichter für mich, zu erkennen, wenn was nicht rund läuft.

Das Alarmsignal ist für mich immer ein Gefühl, dass ich nur als Widerstand oder als „nicht im Reinen mir mir“ definieren kann.

 

Wenn ich also diese Energie spüre, also mein Alarm losgeht, dann schaue ich sofort hin und frage mich, was ist das für ein Widerstand?

Kommt er von mir oder von außen, von anderen?

Wenn es innerer Widerstand, ist der von mir kommt, dann untersuche ich genau, was da los ist. (Wie du eigene innere Blockaden gehen lassen kannst, erfährst du hier.)

Da ich mich inzwischen gut kenne, weiß ich inzwischen, wie ich ticke.

 

Das heißt, ich weiß, dass ich auf bestimmte Dinge tatsächlich mit Widerstand reagiere. Z. B. fühle ich mich in großen Menschenansammlungen nicht besonders wohl.

Ich arbeite auch am liebsten alleine und funktioniere da am besten.

Früher dachte ich noch, da wäre ich nicht richtig und hätte noch was zu lernen oder noch eine Schwäche in mir zu überwinden, aber nein, es ist eben einfach so, ich mag keine Gruppen, fertig.

Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht doch manchmal ganz bewusst in eine solche Gruppenerfahrung hineinbegebe, weil ich vielleicht etwas lernen will, was man nur in einer Gruppe erfahren kann.

 

Ich hatte hier einen echten Durchbruch, als jemand einer Freundin von mir erklärte: Du bist jemand, der Struktur und Ordnung braucht! Das ist ungeheuer wichtig für dich, da funktionierst du am besten!

Ist das nicht befreiend, zu wissen, wie man tickt und was man braucht und ok damit zu sein?

 

Wenn der Widerstand von anderen kommt.

 

Manchmal ist es aber auch so, dass ich den Widerstand der anderen zu mir spüre.

Ein Beispiel. Ich setze mich auf einer Gartenparty neben eine unbekannte Frau, und ich merke sofort, wie sie mich von oben bis unten abschätzig beäugt. Wenn ich zu ihr hinsehe, schaut sie weg. Ich scheine irgendetwas in ihr zu triggern.

Es fühlt sich unangenehm an, aber nachdem ich mich innerlich überprüft habe, weiß ich, dass ich im Frieden mit mir und ruhig bin, also hat sie offenbar ein Problem mir mir.

Früher hätte ich mich entfernt oder weggesetzt. Früher wäre ich sogar auf das ungute Gefühl aufgesprungen und hätte gedacht, so eine dumme Kuh, wie die mich hier anguckt, wer ist das denn, die ist ja doof.

Heute halte ich solchen Widerstand ganz bewusst aus. Ich drehe mich sogar zu ihr, spreche sie an und lächle ihr zu.

Sie reagiert irritiert, aber der Widerstand wird weniger.

 

Später ergibt es sich, dass wir noch mal zusammenstehen und ins Gespräch kommen. Und ich merke, wie das ungute Gefühl verschwunden ist. Die Frau hat ihre Haltung geändert und ist sehr nett zu mir und wir haben sogar einiges gemeinsam.

 

Merke: Du kannst nichts gegen die Meinung der anderen über dich tun. Aber lass dich dadurch nicht aus deiner inneren Ruhe herausbringen.

 

Wenn andere übergriffig sind und dich sogar angreifen.

 

Nun kommt es aber auch vor, daß du eigentlich ganz im Frieden mit dir bist und plötzlich, aus heiterem Himmel, haut dir jemand verbal „eine rein.“

 

Ist mir auch neulich passiert. Oft kommt es in Form eines spontanen Kommentars, der wie ein Seitenhieb wirkt.

 

Natürlich ist das nicht in Ordnung, Und hier ruhig zu bleiben, ist wirklich eine Übung, denn man fühlt sich beurteilt und herabgesetzt.

 

Auf so etwas schlagfertig zu reagieren, schaffen die wenigsten. Also, ich jedenfalls nicht.

Besser ist es, sich zu zwingen, nicht sofort zurückzuschnappen, sondern erstmal ganz bewusst tief ein- und auszuatmen. Und dann kann man z. B. sagen, Aha…..ist das so?

Die große Falle ist, dass hier automatisch unser Ego anspringt und das will sich immer verteidigen.

Dabei merkt es nicht, dass es dabei alles noch viel schlimmer macht.

Der innere Frieden ist dahin und man fühlt sich verletzt und falsch und wertlos.

Deswegen: Übe das „nicht reagieren“!

Spüre zwar, wie die Verteidigungsmechanismen in dir anspringen, aber entscheide dich – bewusst – dagegen.

 

Eine andere Möglichkeit ist, die Herabsetzung des anderen einfach anzunehmen.

Und zu sagen, ja, das kann gut sein. (Aus deinem Blickwinkel)

Oder: Ja, ich kann verstehen, dass du das so siehst.

Auch das ist eine Form von innerer Widerstandslosigkeit und Durchlässigkeit, die sehr kraftvoll ist.

 

Vergiß nicht: das Urteil anderer über dich sagt NUR etwas über die anderen aus, aber nichts über dich.

 

 

Wie gehst du damit um, wenn andere über dich urteilen? Bitte hinterlass einen Kommentar, so dass auch andere was davon haben.

Alles Liebe

Gabi

Es gibt keinen richtigen Weg – und keinen falschen!

Es gibt keinen richtigen Weg – und keinen falschen!

Aber es gibt einen FÜR DICH falschen Weg und einen FÜR DICH richtigen!

 

Und den kannst nur Du selbst finden.

Das Problem: von dem Weg, den wir gehen, können wir immer nur den nächsten Schritt sehen.

Daher ist es ein andauernder Lernprozeß und ein ständig neues Ausrichten und Anpassen, das aber immer leichter wird, je besser du dich kennst.

Zum Glück sind wir auf dieser Reise nicht allein! Das Leben ist immer auf unserer Seite und konspiriert in unserem Sinne.

 

Diese aktuellen Transformationsjahre geben uns ordentlich Schubkraft, denn sie bringen uns in die Eigenermächtigung.

 

Also in unser eigenes machtvolles Sein.

Wie äußert sich das in deinem Leben?

Vielleicht gibt es eine Krankheit, die du hinter dir lassen möchtest.

Dann wäre jetzt eine gute Zeit, dich zu fragen, ob du dich bei der Heilung ganz auf andere verlässt, oder ob du dein Wohlbefinden selbst in die Hand nimmst?

Was kannst du tun, damit es dir besser geht, damit du dich besser fühlst und du wieder lachen kannst?

Mit welchen Menschen umgibst du dich?

Wähle auch hier aus,w er dir gut tut. Und übrigens: um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen ist eine sehr reife Form der Eigenverantwortung.

Ein Zeichen dafür, dass du dich und deine Grenzen ernst nimmst.

Das ist ganz einfach Selbstliebe.

 

Es geht auch darum, die Kraft zu finden, Altes hinter dir zu lassen und Neues zu beginnen.

 

In welcher Lebensbewegung befindest du dich gerade? Wie Ebbe und Flut haben wir auch jeweils in unseren Leben Phasen der Entspannung, des sich Zurückziehens, der Rückbesinnung – und dann wieder die Ausdehung, wo wir Neues kreieren, unter die Leute gehen und mit Leichtigkeit gerne und viel arbeiten.

Was also in deinem Leben kannst du abschließen und was vollenden?

Oder was soll Neues in dein Leben kommen, wie möchtest du dein Leben, das vor dir liegt, gestalten?

 

Das können ganz kleine Dinge sein.

Aber schreib dir eine Wunschliste. Schreib dir deine Ideen auf, immer wieder, und erlaube dir auch Tagträume. Erst so kommen sie in die Realität. Denn sonst gehen deine Wünsche in der Bewältigung des Alltags nur unter.

 

Werde zum bewussten Schöpfer deines Seins.

 

Mach dich auch mit deinen Bedürfnissen vertraut. Halte die Augen offen dafür, wie andere leben. Wäre das was für dich? Sei wachsam und beobachte. Vielleicht siehst du ein Pärchen, daß sich umarmt und du merkst, oh, ich hätte auch gerne mehr Liebe in meinem Leben.

Wenn du den Fokus darauf lenkst, wird sich auch etwas in deinem Sinne verändern.

Als Schöpferwesen kreieren wir sowieso alles um uns herum. Aber die Zeiten, in denen wir das unbewusst gemacht haben, sind für immer mehr Menschen vorbei.

Da aber nur du alleine wissen kannst, was für dich richtig ist – wo du im Widerstand bist und wo es fließt, ist es wichtig, daß du deine Bedürfnisse ernst nimmst und hinterfragst.

 

Das alles passiert ganz natürlich, einfach durch ein genaueres Beobachten und Erforschen deiner Selbst.

 

Denn dein Körper und deine Seele sprechen mit dir. Oft eben nur so leise, daß wir es gerne mal überhören.

Halte inne. Laß dich nicht ablenken von all den Empfehlungen und Marktschreiern da draußen. Um dich selbst zu hören, ist Stille nötig. Zunächst. Mit Übung wird es dann sowieso immer leichter.

Aber auch hier: Wie funktioniert das für dich am besten? Ich selbst meditiere übrigens nicht im klassischen Sinne. Kriege ich nicht hin und habe ich auch keine Lust dazu.

Ich benutze stattdessen alle möglichen Alltagsituationen, um mit mir selbst in Kontakt zu kommen.

Wenn ich also an der roten Ampel stehe. Oder auf den Fahrstuhl warte. Und in der Schlange im Supermarkt.

Genau diese Gelegenheiten begrüße ich immer, um mich wieder mit mir selbst zu verbinden.

Es gibt so viele Techniken und Werkzeuge, um dich besser mit dir selbst zu verbinden. Aber achte darauf, daß sie dir nicht die Verantwortung aus der Hand nehmen, sondern im Gegenteil dich ermutigen, dein eigenes Gespür über die Empfehlungen anderer zu stellen.

 

Laß dich von anderen inspirieren, aber nicht ablenken.

 

Es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern mehr als 7 Milliarden davon.

 

Also. Welcher ist Deiner? Nimm einfach alles um Dich herum als Angebot wahr, probier es aus und entscheide, ob es zu dir passt.

 

Eigentlich ganz einfach, oder?

 

Wie machst du das?

Ich freu mich, wenn du hier unten einen Kommentar hinterlässt, so haben auch andere was davon!

 

Hab eine schöne Zeit!

DER EDEKA AUFREGER – Warum wir aufhören sollten, uns hier selbst in die Tasche zu lügen.

DER EDEKA AUFREGER – Warum wir aufhören sollten, uns hier selbst in die Tasche zu lügen.

Wie musste ich bei meiner letzten Moderation für Kabel Eins grinsen!

Ja, voll erwischt. Da hat mal eine Frau laut und in aller Öffentlichkeit das ausgesprochen, was wir alle denken. Ich auch! Ich selbst hab vor 7 Jahren meiner Tochter im Kinderzimmer noch dasselbe gesagt: Mach deine HA oder willst du an der Kasse im Supermarkt enden. Im Fall der Edeka Kundin ging es um den Job hinter der Fleischtheke.

Da hält uns diese Frau gnadenlos den Spiegel vor die Nase:

JA. Der Beruf eines Arztes ist in unserer Gesellschaft höher angesehen als der einer Fleischverkäuferin. Wir halten ihn für wertvoller.

Ich freu mich – aber nicht über die fadenscheinige Empörung, sondern über die Diskussion. Denn damit sind wir genau auf dem richtigen Weg. Was erachten wir als wertvoll und was nicht, und woran machen wir das fest?

Deswegen ist es so wichtig, das jetzt nicht abzustreiten, sondern einfach mal hinzuschauen und uns das einzugestehen! Ja, wir alle haben diese Vorurteile tief in uns eingebrannt! 

 

Solange wir nicht begreifen, das die andern, die so etwas Unverschämtes denken, wir selbst sind, also das wir alle, jeder einzelne von uns, solche Gedanken denkt, verarschen wir uns nur selbst. Und das wäre Business as usual, so haben wir es immer gemacht.

 

Sorry, daß ich jetzt mit dem großen Holzhammer ankomme, aber schon mal von Jesus gehört, wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein?

Also, anstatt uns darüber aufzuregen, lasst uns doch bitte einfach kurz innehalten und uns bewusst machen, was wirklich in unserer Gesellschaft vor sich geht, dass diese Art von Vorurteilen überall schwelen und uns vergiften. 

Es ist einfach nur menschlich. Es ist ein Aspekt in uns allen, der nicht schön ist, aber wahr.

 

Warum verdient die Verkäuferin an der Wursttheke weniger als ihr männlicher Kollege?

Warum halten wir das Talent eines Fussballers für mehr wert als das eines Sterbehelfers? 

Wir leben in einer Welt der Vorurteile und der krassesten Gegensätze. Das ist ein Fakt. 

Von oben verordnete Gleichmacherei ist der falsche Weg, das hatten wir schon mal, das wissen wir.

Also was tun? 

Wir müssen in unseren eigenen Köpfen anfangen, aufzuräumen! 

 

Erst dann können wir verstehen und auf einer tieferen Ebene auch erkennen, das wir im SEIN alle gleich sind.

Natürlich sind wir alle gleich – und jeder von uns ist ebenso wertvoll – das steht zum Glück in unserem wunderbar visionären Grundgesetz.  

Aber zugleich – auf einer anderen Ebene sind wir auch alle komplett anders – und einzigartig.

Wenn wir dieses scheinbare Paradox akzeptieren können, fallen auch die Vorurteile inklusive Neid und Missgunst weg.

 

Was wäre das für eine grandiose Gesellschaft! Wir alle hätten die Freiheit, unser Leben entsprechend unserer Fähigkeiten zu gestalten und uns zu entwickeln. Und wir könnten uns alle in unserer Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit akzeptieren.

Das wäre ja so schön, daß es kaum auszuhalten wäre. 🙂

 

Alles Liebe und hab eine schöne Zeit!

 

 

 

PS: Und falls Du noch Lust hast, meine Moderation bei Kabel Eins dazu zu sehen: hier ist sie:

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

Mit diesen 3 Schritten hätten selbst Romeo und Julia ihre Familien versöhnt

In vielen Sessions tauchte in letzter Zeit das Thema Familie auf. Kein Wunder. All unsere Beziehungen sind letztlich geprägt durch die Erfahrungen, die wir als Kind in unserer Ursprungsfamilie gemacht haben.

 

Das Problem: Wir sind uns oft nicht bewusst, dass wir unser ganzes Leben hindurch diese alte Programmierung aus der frühesten Kindheit in uns tragen. Und die drückt wirklich allem, was wir heute tun, immer noch den Stempel auf.

Wenn das dann erkannt wird, ist es fast schon erschreckend! Aber – keine Sorge, diese Fragen helfen dir, dich davon zu verabschieden:

 

Frage Dich: Welche Rolle hast Du in Deiner Ursprungs – Familie gespielt?

 

Und welche Attribute brachte diese Rolle mit sich?

Warst du die kleine (hilfsbedürftige) Schwester oder der große Bruder (der Beschützer), oder das schwarze Schaf der Familie (das immer schuld hat)?

Oder warst du vielleicht der Außenseiter, der nie irgendwas richtig auf die Reihe gekriegt hat?

Warst du vielleicht das Kind, das sich mit seinen Talenten zurückhalten musste, damit du deine Geschwister nicht überstrahlst?

Oder musstest du schon früh in die verantwortliche Versorgerrolle, weil deine Mutter damit überfordert war?

Vielleicht warst du aber auch die verwöhnte Prinzessin, deren Eltern nicht nein sagen konnten?

Oder wirst du sogar von deinen Eltern missbraucht und sie lassen dich, obwohl du längst erwachsen bist, einfach nicht frei?

Mach Dir keinen Kopf ob deine Rolle „cool“ ist oder nicht, jeder Mensch muss durch eine prägende Familienerfahrung und letztlich ist es ziemlich egal, welche Rolle du innehattest.

Wichtig ist erstmal nur, herauszufinden, welche es ist.

Denn damit holst du es raus aus dem Unbewussten und die entsprechenden Gedanken dazu können dich nicht mehr manipulieren.

 

Die 3 ultimativen Schritte, aus dem alten Drama auszusteigen :

 

1. Beobachte: Was passiert?

 

Mach den Abgleich mit deiner aktuellen Realität.

Wenn Du also deine Rolle identifiziert hast, ist es erst einmal nur wichtig, sie in all ihren Facetten und ihre Mechanismen kennenzulernen.

Das heißt, Du musst auch erstmal gar nichts weiter tun, als dich und deine Familie zu beobachten. (Das geht übrigens auch, wenn deine Familie nicht mehr lebt. Dann nimm deine Erinnerungen.)

Stell es dir einfach vor, als wenn ein Theaterstück aufgeführt wird.

Wie nehmen dich die Mitglieder deiner Familie heute wahr? Schau genau hin. Rufe dir typische Ereignisse und Situationen ins Gedächtnis.

Vermutlich behandelt dich die Familie immer noch genauso wie in deiner Kindheit, also so, wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt ist.

Achte auf die Dialoge. Was passiert, wenn Du dieses sagst oder jenes tust? Was passiert, wenn du es mal anders tust?

Wenn also der große Bruder nicht handelt wie gewohnt und schützend die jüngere Schwester „rettet“, dann reagiert die Schwester verletzt.

Die Eltern wiederum sind sauer und nennen den Bruder egoistisch, der nur an sich denkt.

Das Zauberwort hierbei heißt NEUTRAL! Bleibe der unberührte Beobachter! Lass dich nicht in das Drama hineinziehen.

 

 

2. Erkenne: Was habe ich davon?

 

Diese Frage ist essentiell und du solltest sie ein wenig mit dir herumtragen, um sie ehrlich zu beantworten: Was will ich damit erreichen, wenn ich diese Rolle bediene?

 

Im Fall des Bruders hieße das: Warum will er eigentlich wirklich die kleine Schwester beschützen?

 

Die ehrliche Antwort ist, weil er sich darin gefällt, der Beschützer zu sein.

Unser Ego liebt solche Rollen. Denn damit erhöht es sich und fühlt sich gut und wichtig und gebraucht.

 

Es gibt aber auch die gegenteilige Version davon.

 

Immer der zu sein, der Pech hat, bei dem alles schief läuft, auch das kann eine erfüllende (Opfer) Rolle sein, in der man viel Aufmerksamkeit bekommt. Und um nichts anderes geht es bei dem Ganzen.

 

Frage dich auch: wer bin ich, wenn mein Ego diese Befriedigung nicht mehr bekommt?

 

3. Akzeptiere: Nimm deine Rolle an.

 

Ich weiß, das ist vermutlich der schwerste Schritt.

Aber mit jedem Versuch, gegen deine Rolle anzukämpfen, verstärkst du sie nur.

Sobald du aus der Rolle ausbrechen willst, also etwas tust, was nicht der Erwartung deiner Familie entspricht, wirst du auf Widerstand, Unverständnis und Ärger stoßen.

Und da wir ja alle geliebt werden wollen, spielen wir eben diese Rollen weiter.

Das Problem ist nur, dass wir uns heute nicht nur in unserer Familie dieser Rolle entsprechend verhalten, sondern in all unseren Beziehungen.

In dem Moment aber, wo du deine Rolle, die dir zugedacht wurde, ohne Widerstand und damit also ohne Bewertung annehmen kannst (und dabei rede ich nur von dem aktuellen MOMENT, nicht von „für immer“), hat sie keine Macht mehr über dich.

Das ist damit gemeint, wenn wir sagen, wenn du wirklich etwas ändern willst, dann fang bei dir selbst an.

Du kannst immer nur dich, aber nicht die anderen ändern.

Du wirst feststellen, dass die alten Muster zwar noch ablaufen, aber dann keine Macht mehr über Dich haben. Sie triggern dich nicht mehr.

 

Achtung: Das bedeutet nicht, dass du eine für dich unerträgliche Situation nicht ändern solltest.

Sicherlich wirst du beginnen, die eine oder andere Grenze zu setzen.

Manchmal ist es sogar tatsächlich besser, für eine gewisse Weile von der Familie Abstand zu halten, um für sich selbst Klarheit zu finden. Um herauszufinden, wer man ist, ohne den Einfluß der Menschen, die einen immer an die alte Konditionierung erinnern.

 

 

Wenn sich dein Ego sich sträubt: Was bleibt vom Selbstbild übrig?

 

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, sagt man. Es ist wahr! Zu erkennen, warum man wirklich eine bestimmte Rolle bedient, schickt einen in die Abgründe des Seins, in die wir alle ungerne blicken wollen.

Aber es lohnt sich.

Also, freu dich, wenn du gerade viel Drama in deinem Leben hast oder viel getriggert wirst. Es zeigt dir, wo du dir selber noch was vormachst und wo Du genau hinsehen solltest.

 

Das Schöne ist, du brauchst gar ein Selbstbild. Je weniger davon übrig bleibt, desto besser. Denn mal ehrlich, wieso solltest du ein Bild von dir brauchen? Wofür?

Du bist doch schon!

Brauchst Du wirklich eine Vorstellung von Dir oder reicht es nicht, in jedem Moment ganz Du selbst zu sein? In jedem Moment zu spüren, was sich richtig anfühlt, und dann im Einklang damit zu handeln?

Versprochen: es wird immer leichter und nach jeder Phase des Leidens wirst du feststellen, dass du eine neue Klarheit erlangt hast.

 

Manchmal stecken wir aber auch so tief in alten Verstrickungen, dass wir alleine den Weg nicht herausfinden.

Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, endlich aus dem alten Drama auszusteigen, dann buche noch heute eine Session mit mir!

 

Danke fürs Lesen und hab eine gute Zeit! Alles Liebe,

Erschöpfung und Zusammenbruch: Wo keiner hinwill, aber das meiste Potential liegt.

Erschöpfung und Zusammenbruch: Wo keiner hinwill, aber das meiste Potential liegt.

Dieser April 2019 ist hart. Ich weiß von aus meinen Sessions, es geht vielen so. Und es wäre gelogen zu sagen, daß es mir anders geht.

Mein Aufatmen vor ein paar Wochen hatte gut getan, aber jetzt stelle ich fest – die alten Strukturen sind zäh, sie sitzen tief und das Leben treibt mich in die Enge.

Mein Muster der Überforderung und Erschöpfung ist alt und es sitzt tief in mir, es lässt mir keinen Raum mehr, mir was vorzumachen.

Aber immerhin kann ich meinen „Gegner“ jetzt ganz klar sehen!

Es gibt Tage, da denke ich, ich kann nicht mehr.

Dann wiederum Tage, wo ich eine neue Leichtigkeit spüren kann.

Ich merke, es ist ein Üben.

Das Mutter sein, das für alles verantwortlich sein ist ein immer und immer sich wiederholendes Thema, das ich mir hundertfach ansehen kann.

Manchmal, wenn noch Zahn- oder Kopfschmerzen dazukommen, ist es besonders hart.

Und jedes Mal, wenn ich wieder raus komme aus der Überforderung, aus der Wut, aus dem erschöpften Nicht mehr können, dann ist es wieder ein bisschen leichter und anders als vorher.

Ich beginne, zu verstehen und mich darin umzusehen.

Jetzt sage ich: Ich bleibe noch in dem Gefühl der Erschöpfung und der Überforderung. So schlimm ist es eigentlich gar nicht. Denn ich kenne mich ja schon seit langem bestens darin aus. Das ist das Annehmen. Das Akzeptieren, daß es so ist wie es ist.

Es ist vielschichtig. Ich Klar könnte man sagen, hey, kein Wunder, nach all den Jahren als zum Teil alleinerziehende Mutter und selbstständig, da haut es einen schon mal um.

Aber das wäre nur oberflächlich hingeguckt. Es ist an der Zeit, aufzuhören, sich etwas vorzumachen. Auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, sich die wahren Gründe anzusehen.

Die Wahrheit sitzt viel tiefer.

Ich weiß, daß diese Gedanken in meinem Kopf in Bezug auf meine Erschöpfung gar nicht meine sind. Ich habe sie schon von meiner Mutter gehört, als ich klein war. Es war natürlich auch ihr Thema. Und sie hatte es schon von meiner Großmutter. Sie hatte sich Anfang der 1970er Jahre wegen Depressionen das Leben genommen.

Das meine ich damit: Dieses alte Muster ist schon so lange in meiner Familie aktiv und hatte schon so lange Einfluss auf das Leben ALLER Beteiligten. Wenn man sich das mal überlegt, wie sehr alle Mitglieder der Familie darunter gelitten haben und damit umgehen mussten. Ich bin wohl die erste in unserer Linie, die nicht mehr wegschauen will und kann, sondern sich dem Ganzen stellt.

Das gilt genauso auch für Dich, denn wir sind jetzt die aktuelle Generation, die am Zuge ist. Sozusagen die Speerspitze eines neuen, befreiten Denkens.

 

Wir alle haben jetzt die Möglichkeit, endlich diese alten Strukturen zu durchbrechen!

 

Was uns zugute kommt, ist diese aktuelle neue Zeitqualität der Veränderung.

Nie war es leichter als heute, solche uralten Verstrickungen aufzulösen.

Zum einen poppen sie überall hoch und schwimmen dann gut sichtbar wie Fettaugen oben auf der Suppe.

Zum anderen lassen sie sich nicht mehr wie früher einfach ausblenden und unter den Teppich kehren.

Man wäre also schön blöd, sich die Themen nicht anzusehen, oder?

 

Warum ein Zusammenbruch sogar das Beste ist, was dir passieren kann!

 

Die wirklich gute Nachricht ist, es MUSS erst etwas zusammenbrechen, damit etwas Neues entstehen kann.

Und das ist es, was mich bei allem ruhig bleiben lässt.

Ich habe inzwischen das tiefe Vertrauen ins Leben, daß es für alles einen guten Grund gibt, auch wenn ich ihn noch nicht sehen kann.

Was also kann ich tun?

Es zwingt mich, nach Lösungen zu suchen, die außerhalb meines bisher bekannten Erfahrungsradius liegen. Also sozusagen, outside the box zu denken.

Das klingt einfacher, als es für mich ist.

Denn als Teil meines Musters habe ich z. B. immer alles alleine gemacht, um nicht in Abhängigkeiten zu geraten.

 

Nach einem Zusammenbruch betreten wir absolutes Neuland.

 

Aber es zahlt sich aus, daß ich den Weg schon lange vorbereitet habe. Ich kenne meine alten Gedanken Schleifen und falle nicht mehr auf sie herein.

Daher kann jetzt in Ruhe das Neue entstehen. Ich kann dir skizzieren, wie es aussieht. Spüre doch einmal hinein, denn es ist für uns alle gültig:

 

Es bedeutet nach Hilfe zu fragen und Hilfe anzunehmen. Auf eine selbstverständliche Art.

Nicht, weil ich so schwach bin.

Nicht, weil ich ein Opfer bin.

Nicht, weil ich mich aus meiner Verantwortung stehlen will.

Sondern, weil es mir auf natürliche Weise zusteht.

Ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen.

 

Als Beispiel: Ein Wunsch von mir war, dass mich die Väter meiner Kinder entlasten, indem sie mehr Kinderzeit übernehmen.

Nachdem ich also meine alten Befürchtungen akzeptiert und hinter mir gelassen hatte, verliefen die Gespräche erstaunlich einfach und positiv.

Ich spüre die Erleichterung und den neuen Raum, der sich vor mir öffnet.

Und ich weiß, hier bin ich absolut richtig. Meine Freundin Susanne hat es so schön auf den Punkt gebracht:

 

Vorne ist da, wo sich niemand auskennt.

 

Und das ist so immens wichtig zu wissen! Erst dann können sich die Dinge und Situationen auf magische Weise verändern.

Vergiß das bitte nicht! Wenn Du also nicht mehr weiter weißt, dann ist das wunderbar! Dann bist Du genau richtig, denn Du trittst heraus aus den alten bekannten Verknüpfungen und kannst etwas Neues erschaffen, was sich dein Verstand überhaupt nicht vorstellen kann.

Falls Du niemanden hast, der dir hier zur Seite steht oder du das Gefühl hast, dich zu verlieren, helfe ich dir gerne weiter!

Klicke einfach auf die Taste und mach einen Termin aus.

 

Alles Liebe und hab eine gute Zeit!

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